Der Dachstuhl ist das tragende Gerüst eines geneigten Daches. Er nimmt Eigengewicht, Dachaufbau sowie Wind- und Schneelasten auf und leitet sie über Wände, Stützen oder Decken in das Gebäude ab.
Was ist Dachstuhl? Funktion und Einordnung
Je nach Tragwerksart wirken Sparren, Pfetten, Kehlbalken, Zangen, Streben und Verbindungsmittel zusammen. Der Dachstuhl bestimmt Form, Spannweite und Lastabtragung des Daches.
Anwendung in der Praxis
Nach Planung und Abbund werden die Bauteile aufgerichtet, ausgerichtet, verbunden und ausgesteift. Änderungen oder Ausschnitte werden nur nach statischer Klärung ausgeführt.
Aufbau und Systemvarianten
Typische Systeme sind Sparren-, Kehlbalken- und Pfettendächer sowie Mischformen. Sie unterscheiden sich in Auflagerung, Spannweite, Innenraumnutzung und Montageablauf.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Nicht jedes sichtbare Holzbauteil darf entfernt, gebohrt oder ausgeklinkt werden. Feuchte, fehlende Aussteifung und unsachgemäße Umbauten können die Tragfähigkeit beeinträchtigen.

