Brettschichtholz, kurz BSH, besteht aus getrockneten Holzlamellen, die faserparallel miteinander verklebt werden. Durch die industrielle Herstellung sind große Querschnitte, lange Spannweiten und gekrümmte Träger möglich, wie sie auch bei anspruchsvollen Dachtragwerken vorkommen.
Was ist Brettschichtholz? Funktion und Einordnung
BSH wird als tragendes Holzbauprodukt eingesetzt, wenn definierte Festigkeit, Formstabilität oder große Abmessungen benötigt werden. Es ersetzt nicht automatisch eine statische Bemessung.
Anwendung in der Praxis
Träger werden nach Werkplanung gefertigt, transportiert und über geplante Auflager und Verbindungsmittel montiert. Aussparungen, Bohrungen und Anschlüsse müssen mit Statik und Herstellerangaben übereinstimmen.
Materialvarianten und Eigenschaften
Unterschieden werden Festigkeitsklassen, Sichtqualitäten, gerade oder gekrümmte Bauteile sowie unterschiedliche Nutzungsklassen und Oberflächenanforderungen.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Nachträgliche Ausklinkungen oder Bohrungen können die Tragfähigkeit erheblich beeinflussen. Feuchtebeanspruchung, Transport- und Montageschutz sind ebenso zu planen wie die Anschlüsse.

