Hinterlüftung bezeichnet einen gezielt durchströmten Luftzwischenraum hinter einer Dach- oder Fassadenschicht. Am Dach kann er Feuchte und Wärme abführen, funktioniert aber nur, wenn Querschnitt, Zu- und Abluftöffnungen sowie der gesamte Aufbau darauf ausgelegt sind.
Was ist Hinterlüftung? Funktion und Einordnung
Die Luftschicht trennt äußere Bekleidung oder Deckung von darunterliegenden Schichten und unterstützt Trocknung. Sie ersetzt weder Luftdichtheit noch eine richtig geplante Dampfbremse.
Anwendung in der Praxis
Lüftungswege werden von Traufe zu First oder gemäß System durchgängig freigehalten. Konterlattung kann den erforderlichen Raum schaffen; Öffnungen werden gegen Tiere und Niederschlag geschützt.
Aufbau und Systemvarianten
Zu unterscheiden sind belüftete Dachkonstruktionen und der Lüftungsraum unter Deckungen beziehungsweise Bekleidungen. Die Anforderungen hängen von Dachform und System ab.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Unterbrochene oder zu kleine Lüftungswege können wirkungslos sein. Pauschale Aussagen zur notwendigen Höhe sind ohne Bezug auf Regelwerk, Sparrenlänge und Geometrie zu vermeiden.

