Eine Dampfbremse begrenzt den Wasserdampfdurchgang durch ein Bauteil und kann zugleich Teil der luftdichten Ebene sein. Im Dach schützt sie den gedämmten Aufbau vor zu hoher Feuchte, muss aber immer nach dem gesamten bauphysikalischen Konzept ausgewählt und angeschlossen werden.
Was ist Dampfbremse? Funktion und Einordnung
Die Bahn steuert Diffusion; Luftdichtheit verhindert dagegen Luftströmung durch Fugen. Beide Funktionen können in derselben Schicht liegen, sind fachlich aber zu unterscheiden.
Anwendung in der Praxis
Dampfbremsbahnen werden auf der warmen Seite der Dämmung verlegt und an Überlappungen, Wänden, Pfetten, Fenstern und Durchdringungen dauerhaft luftdicht angeschlossen.
Materialvarianten und Eigenschaften
Es gibt Bahnen mit festem oder feuchtevariablem sd-Wert sowie plattenförmige luftdichte Ebenen. Die Eignung hängt von Aufbau, Feuchtebelastung und Rücktrocknungspotenzial ab.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Ein pauschal möglichst hoher Diffusionswiderstand ist nicht automatisch richtig. Kleine Leckagen können mehr Feuchte eintragen als Diffusion; Anschlüsse und Durchdringungen sind deshalb besonders kritisch.
Aktuelle Technik und Entwicklung
Feuchtevariable Systeme und Sanierungslösungen erweitern die Möglichkeiten, erfordern aber weiterhin eine nachvollziehbare bauphysikalische Planung.

