Die Dachentwässerung sammelt Niederschlagswasser, leitet es von der Dachfläche ab und führt es kontrolliert zur Grundstücksentwässerung, Versickerung oder Nutzung. Sie umfasst Gefälle, Rinnen, Abläufe, Fallrohre und bei innen entwässerten Dächern eine unabhängige Notentwässerung.
Was ist Entwässerung? Funktion und Einordnung
Das System schützt Dachaufbau, Fassade und Gebäudeumfeld vor Rückstau und unkontrollierten Wasserwegen. Seine Leistung muss zur wirksamen Fläche und örtlichen Regenspende passen.
Anwendung in der Praxis
Einzugsflächen und Abflusswege werden berechnet, Haupt- und Notentwässerung positioniert und alle Komponenten zugänglich eingebaut. Tiefpunkte, Attiken, Gründachaufbauten und mögliche Verstopfungen werden mitgedacht.
Aufbau und Systemvarianten
Vorgehängte Rinnen, innenliegende Rinnen, Freispiegel- oder Druckströmungsanlagen sowie Dachabläufe und Speier sind typische Lösungen. Retentionsdächer ergänzen eine gedrosselte Ableitung.
Worauf ist in der Praxis zu achten?
Eine Entwässerung wird nicht nur nach optischer Dachgröße gewählt. Bemessungsregen, Höhenlage der Notentwässerung, Wartung und schadloser Notwasserweg sind zentrale Planungsgrößen.
Aktuelle Technik und Entwicklung
Starkregen, Retention und Regenwassernutzung führen zu stärker vernetzten Konzepten aus Dach, Freiraum und Grundstücksentwässerung.

